Bis 2022 sollen ca. 1.000 neue Wohnungen in Kirchheim gebaut werden. In dieser Zeit wird ein Gewerbegebiet „In der Au“ entstehen, über ein „Interkommunales Gewerbe-

gebiet“ macht man sich Gedanken.

Wohin entwickelt sich Kirchheim?

 

Mit dieser Frage beschäftigt sich die Christliche Initiative Kirchheim nicht erst seit Kurzem. Die CIK, mit Ihren Stadträten Gerd „Mogli“ Mogler und Hans Kiefer, will vor den Kommunalwahlen dazu Stellung nehmen.

 

An erster Stelle sehen die zwei Stadträte die Diskrepanz zwischen dem Anstieg der Wohnungen bzw. der Einwohner in der Stadt und der nicht mitwachsenden Infrastruktur.

Auf dem Steingauareal entstehen ca. 350 Wohneinheiten mit  ca. 850 neuen Einwohnern. An der äußeren Erschliessung ändert sich momentan jedoch nichts. Ein Kreisverkehr an der Kreuzung Kolb – Henriettenstr. ist geplant, die Umsetzung so die Forderung der CIK muss bis zum Bezug der Wohnungen im Steingau-quartier erfolgen.

 

Die CIK sieht weiterhin einen hohen Anteil von Individualverkehr, auch in Kirchheim. Die Infrastruktur muss den neuen Gegebenheiten angepasst werden.

Die Schöllkopfstr. als Ost – West Hauptachse wird weiter belastet. Ein Umbau vom Knotenpunkt am Gaiser-platz zählt mit zu den vordringlichsten Aufgaben der Stadtplanung und muss nach Meinung der CIK in den nächsten 5 Jahren angegangen werden.

Es ist nach Meinung von Stadtrat Kiefer nicht zu erwarten, dass wie manche in Rat und Verwaltung glauben machen wollen, der überwiegende Teil der Bewohner brav zum Bahnhof geht und öffentliche Verkehrsmittel benutzt.

Das Angebot des ÖPNV teilweise noch zu unattraktiv, bzgl. Verbindungen und Preisen. Ein bereits in der Diskussion befindliches „Stadtticket“ findet die volle Unterstützung der Christlichen Initiative.

 

Auch müssen in neuen Wohn-gebieten ausreichend frei zugängliche Parkplätze zur Verfügung gestellt werden, Wohn-gebiete mit 150 Wohnungen ohne genügend frei zugängliche Stellplätze für Besucher und den „täglichen Bedarf“ belasten andere!

St. Florian lässt grüßen! Erfahrungen aus dem Nägelestal finden keine Beachtung!

 

Zur Infrastruktur gehören jedoch nach Ansicht von Stadtrat Mogler nicht nur der Strassenverkehr. Die Entwicklung der Schulen und Kitas muss mithalten. Mensen und Betreuungsplätze müssen ausgebaut werden.

Unter den laut statistischem Landesamt geschätzten 4.000 neuen Einwohnern sind hoffentlich auch viele Kinder! Die „ältere“ Generation darf man ebenfalls nicht vergessen, es ist mit einem Anstieg der Nachfrage nach Pflegeplätzen zu rechnen.

Bei steigender Innenverdichtung so Mogler, muss man auch zunehmend auf den Erhalt der innerstädtischen Grünflächen, Spielplätze und Freizeitmöglichkeiten achten.

 

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